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Berufliche Neuerfindung und Selbstverwirklichung

Was ist dein höchster Wunsch im Leben? Zweiter Teil

Macht mich meine Arbeit glücklich? Gehe ich am Ende der Woche nach Hause mit dem Gefühl: «schade, das Wochenende kommt!» Oder gehe ich nach Hause am Freitagabend mit dem Gefühl: «Endlich ist es vorbei, wieder eine Woche geschafft?»

Falls du eher das letztere denkst, was ist das für ein WAHNSINN was wir Menschen uns da antun? Wir wissen nicht wie lange wir leben. Und sorry wenn es sich dramatisch anhört, aber heute könnte DEIN LETZTER TAG auf Erde sein! Alles was wir wissen ist, dass wir nur über diesen wertvollen Moment namens JETZT verfügen. DASS UNSER LEBEN WERTVOLL IST.

Was ist das für ein Irrsinn, wenn wir Menschen eine Arbeit nachgehen wo wir innerlich denken: «hoffentlich ist dieses Kapitel meines Lebens möglichst schnell vorbei». Die meisten Menschen arbeiten zwei Drittel ihres Lebens: nämlich 30-40 Jahre… Was ist das für eine «logische» Denkweise?
Wenn wir uns dies fühlbar bewusstmachen, ist es klar warum Arbeit eine so enorm wichtige Säule unseres Glücks ist.

Wir können in der Evolution bzw. in der Entwicklung nicht zurückrollen. Wir sind an einem Punkt angekommen in dem wir diese Sinnfragen stellen und auf die Werte unserer Arbeit eine Antwort finden MÜSSEN. WARUM? Weil je mehr sich ein Mensch entwickelt, umso wacher wird er, umso mehr erkennt er: «Ich bin kein Objekt, ich bin kein Zahnrädchen in einer riesigen Leistungsmaschine. Ich bin ein Wesen.» «Ich fühle nicht nur nach Feierabend etwas, ich fühle den ganzen Tag!» «Ich habe Werte, die mir
wichtig sind. Ich spüre, wenn ich etwas mache, was diese Werte verletzt».

Wir folgen bewusst oder unbewusst einen tieferen Sinn, weil wir im Kern Sinn-Wesen sind. Wenn uns unsere Arbeit Sinn vermittelt, dann macht uns unsere Arbeit, trotzt Herausforderungen, glücklich. Wenn man den Sinn und die Wichtigkeit in dem was man macht erkennt und empfindet, kann man sich hingeben und immer wieder Freude spüren. Wir müssen aufhören Ausreden zu finden über das Thema «sicheres» Einkommen, «sicheren» Arbeitsplatz oder dieses abscheuliche Konzept für Rente. Es ist so ein abnormaler Schwachsinn zu denken: «ich arbeite bis ich 60-67 bin und dann lege ich richtig los in meinem Leben!». Du hast keine Ahnung davon, wie viel Zeit du dann noch hast!!!

Wir können unsere Verantwortung nicht an den Chef, Staat, deinen Partner, oder, oder, oder abgeben. Du bist 100 % für klare Antworten auf folgende Fragen verantwortlich, egal in welcher Rolle (Angestellte, Unternehmer, Arbeitsloser) du dich gerade befindest: Wer bin ich? Wofür stehe ich? Was
will ich wirklich, wirklich für mein Leben? Wofür brenne ich? Niemand außer dir kann diese Fragen beantworten und für nötige Selbstreflektion gibt es keine Pause!

Wir sind nicht nur Sinn-Wesen, wir sind Kreative-Wesen. Wir möchten das was wir in uns gefunden haben, was uns wichtig ist und Freude bereitet, nach außen ausdrücken. Natürlich ist es schön, wenn du dies zu Hause mit deiner Familie erleben kannst bzw. wenn du deine Hobbys ausübst. Aber die Zeit deines Lebens, in der du am wichtigsten für andere Menschen bist, die Zeit in der du am meisten auch von anderen Menschen Liebe, Anerkennung und Wertschätzung bekommst, solltest du in vollen Zügen erleben.

Deshalb sollten die Momente, in den du, du selbst bist und du dich frei fühlst nicht nur in deiner Freizeit geschehen, sondern ein Bestandteil deiner ARBEIT sein. Und wenn dieses Sinn-Wesen zur Arbeit geht, wo er seine Flügel nicht ausbreiten kann, dann wird er auf Dauer leiden.

Die eigentliche Arbeit unseres Lebens ist: Den Sinn, den Wert und die Tiefe in uns zu finden und dies nach außen zu tragen. Übernehme die Verantwortung für dein Leben!

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Berufliche Neuerfindung und Selbstverwirklichung

Was ist dein höchster Wunsch im Leben? Erster Teil

Egal welche Ziele jeder von uns unabhängig plant, egal wie unterschiedlich unsere Träume sein mögen, es gibt eine Sache die uns einigt. Das Streben nach dem Glück. Lange Zeit haben wir gedacht, dass Glück zu erfahren quasi «per Zufall» entsteht. Heute wissen wir aber, dass wir AKTIV die Entwicklung von unserem Glück steuern und lenken können.

Paula Marin Was ist dein hochster wunsch im leben feature

Was bedeutet das? Wir sind nicht angewiesen bzw. gezwungen unangenehme Situationen, die wir als negativ bezeichnen bis zum Schluss «runterzukauen». Wenn wir unseren Blickwinkel auf die Situation verändern und wir uns für neue Perspektiven öffnen, dann kann es uns gelingen entgegenzusteuern. Dabei brauchen wir eine Veränderung in unserer Gedankenstruktur.

Unser Gedankenmechanismus ist unter anderem in direkter Verbindung mit unserer Selbstreflektion und den Fragen, die wir uns bezogen auf eine Situation oder Konflikt, stellen. Meistens wiederholen sich dieselben Fragen, ohne eine machbare und sinnvolle Antwort zu bekommen. Wir landen in einen gedanklichen Teufelskreis. Einer der wichtigsten Themen für uns im Leben ist die Arbeit. Welche Fragen stellen wir uns täglich in Bezug auf sie und wie fühlen wir uns dabei? Wie ist unsere Beziehung zu unserer Arbeit? Kann man tatsächlich das private Leben von dem
beruflichen Leben trennen? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen unserer Arbeit und unserem Glück?

Generell beschäftigen wir uns am Wochenende oder in unserer Freizeit mit Themen der Selbstverwirklichung in Form von Hobbys wie: Musik, Sport, Reisen, soziale Bindungen, Lesen, Spiritualität, Meditation, etc. Aber was macht es mit einem Menschen, wenn er sich am Montagmorgen in seine Arbeit schleppt, in der er innerlich eine Abneigung empfindet? In der er eine Maske auflegen muss und nur noch ein Bruchteil von sich selbst zeigt? Wo er über seine Gefühle nicht ehrlich sprechen kann bzw. darf? Diese Fragen beantworten sich fast von selbst…

Neben den bekannten Faktoren, wird die Energie dieser Person sinken. Seine Stimmung ist unterdrückt und wahrscheinlich machen sich auf körperlicher Ebene Symptome bemerkbar. Natürlich können wir sagen, dass das Streben nach einer Arbeit, welche uns einen tieferen Sinn geben soll, ein Luxus-Problem ist. Unser Fortfahren haben es in eine gewiesene Art und Weise leichter gehabt, weil sie sich damals durch die äußeren Gegebenheiten, wie Kriege, Hunger, Krankheiten nicht so viel hinterfragen konnten. Im Vergleich zu unseren Ansprüchen heute, gab es damals kein großes Vergleichsverfahren, sie waren froh überhaupt eine Arbeit zu haben, sie waren froh durch diese Arbeit essen zu bekommen.

Das Leben ist in vielen Hinsichten komplexer geworden. Wir haben es heute mühsamer als damals. Neben den hohen Erwartungen des Arbeitsmarktes, werden wir meistens zusätzlich mit Idealen wie, wie unser Leben sein sollte, überflutet. Wir werden beeinflusst durch ein Wunschbild der Selbstverwirklichung und seiner Umsetzung. Allerdings haben wir in den letzten 20-30 Jahren einen enormen individuellen und auch kollektiven Entfaltungs- und Entwicklungsimpuls in der Gesellschaft erlebt, der nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Heute ist uns bewusst, dass wir als fortschrittliche Gesellschaft über dem Punkt hinausgewachsen sind, dass wir uns damit selbst trösten und sagen können: «ja aber ich verdiene mein Geld damit». Dadurch erleben wir in uns einen Zwiespalt zwischen dem was wir als unsere Verwirklichung erfahren und eines vermeintlich sicheren Arbeitsplatzes. Die Werte die wir in uns tragen und der Umsetzung von diesen Werten in unserer Arbeit. Das soll nicht bedeuten, dass man keine Dankbarkeit empfinden sollte für die Jobs die uns finanziell weitergebracht haben, auch wenn wir dabei keine Selbstverwirklichung erfahren konnten.

Aber dennoch sollten wir uns DIESE Frage stellen und uns ehrlich beantworten: Macht mich meine Arbeit glücklich?