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Persönlichkeitsentwicklung und Bewusstseinserweiterung

Emotionen, die Säule unseres Wohlbefindens

Was wissen wir eigentlich über die Emotionen?

Der Mensch ist immer in ständigem Dialog mit sich selbst, wie die Dinge für ihn aussehen. Dabei zeigt er auch am Körper, was mit ihm passiert und einen emotionalen Zustand, der ihn bedingt. Wir nennen die Beziehung dieser drei Positionen EINKLANG oder KOHERÄNZ.

Aus dieser Kohärenz bestimmt jedes Individuum den Raum der Handlungs- und Reaktionsmöglichkeiten angesichts dessen, was mit ihm geschieht.

Kommt es dir normalerweise vor, dass du bei einem bestimmten Ereignis für Stunden, Tage, Monate und vielleicht sogar Jahre in einen internen Dialog und eine Emotion verwickelt bist?

Je nachdem, wie wir ein Urteil oder eine Meinung, die wir über die Ereignisse abgeben, erzeugen wir eine emotionale Unabhängigkeit oder Abhängigkeit in uns. Aus der Wirkung und dem Wert, den diese Urteile auf uns haben, können wir über unsere Interpretation und unsere Urteile der Situation sagen, sie sind die Ketten, die uns an diesen emotionalen Zustand binden. Daher können wir in den emotionalen Zustand eingreifen und die
Interpretation ändern, die diesen Zustand unterstützen.

Gefühle sind die Interpretation, die wir der Emotion geben.

„Man kann sich vorstellen, dass der Prozess der Erzeugung emotionaler Zustände durch die Verwaltung deiner internen Kommunikation, der Arbeit eines Filmregisseurs ähnelt. Um das gewünschte genaue Ergebnis zu erzielen, wählt der Regisseur aus, was du später sehen und hören wirst. Ein Regisseur kann eine Tragödie oder eine Komödie mit demselben Thema produzieren, je nachdem, was er -in und für- sein Publikum erzeugen möchte.“ Anthony Robbins.

Emotionen spielen eine entscheidende Rolle in unserem Leben, deshalb sind sie weder gut noch schlecht, sie garantieren unser Überleben. Daher ist das Wissen, wie man sie versteht und damit umgeht, der Schlüssel zur Aufrechterhaltung unseres emotionalen und körperlichen Wohlbefindens. Woher kommen diese Emotionen? Sind wir wirklich verantwortlich für das, was wir fühlen?

Viele unserer Emotionen sind Teil eines Evolutionsprozesses, aber auch Teil eines „Familienerbstücks“. Wir handeln basierend auf dem, was uns von Kindheit an übermittelt wurde. Mit anderen Worten, wir fühlen, was wir fühlen, weil wir es so gelernt haben.

Um das emotionale Wohlbefinden wiederzugewinnen, müssen wir in uns selbst ohne Urteile oder Anhänglichkeit mit offenem und mitfühlendem Verstand forschen, um endlich die Herren unseres Glaubens -und damit- unseres Lebens zu werden.

Damit wir anfangen können, die Funktionalität der Emotionen zu verstehen und was mit uns passiert wenn wir sie fühlen, ist, sich auf die Gegenwart zu fokussieren. In dem, was wir hier und jetzt leben.

Um mehr Präsenzzustände in unserem täglichen Leben zu erzeugen, können wir unseren physischen Körper benutzen. Eine weit verbreitete Technik ist das Einbeziehen von Atemübungen, aber wir können uns auch darauf konzentrieren, dem Bauch bewusst zu fühlen.

Neurologen haben herausgefunden, dass der Magen auch in der Lage ist, sich zu erinnern, nervös zu werden und sogar das Gehirn zu dominieren. In unserem Darm wurden ungefähr 100 Millionen Neuronen gefunden. Dies würde erklären, warum wir oft, wenn wir bestimmte wichtige Situationen leben, seltsame Empfindungen in unserem Magen spüren. Wie zum Beispiel die berühmten „Schmetterlinge“, wenn wir uns verlieben oder wenn wir
uns mit jemandem verbunden fühlen.

Heute ist bekannt, dass Serotonin der Hauptneurotransmitter ist, der die Emotionen reguliert, gefolgt von Dopamin, und dass 95 Prozent des im Körper zirkulierenden Serotonins und 50 Prozent des Dopamins aus dem Darm stammen. Daher ist es keineswegs unvernünftig zu glauben, dass dieses „Darmhirn“ unsere Gedanken und Verhaltensweisen beeinflusst.

Wie wir sehen können, ist unsere Biologie dank des Nervensystems vollständig miteinander verbunden und reagiert auf unsere emotionalen Zustände.