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Persönlichkeitsentwicklung und Bewusstseinserweiterung

Emotionen, die Säule unseres Wohlbefindens

Was wissen wir eigentlich über die Emotionen?

Der Mensch ist immer in ständigem Dialog mit sich selbst, wie die Dinge für ihn aussehen. Dabei zeigt er auch am Körper, was mit ihm passiert und einen emotionalen Zustand, der ihn bedingt. Wir nennen die Beziehung dieser drei Positionen EINKLANG oder KOHERÄNZ.

Aus dieser Kohärenz bestimmt jedes Individuum den Raum der Handlungs- und Reaktionsmöglichkeiten angesichts dessen, was mit ihm geschieht.

Kommt es dir normalerweise vor, dass du bei einem bestimmten Ereignis für Stunden, Tage, Monate und vielleicht sogar Jahre in einen internen Dialog und eine Emotion verwickelt bist?

Je nachdem, wie wir ein Urteil oder eine Meinung, die wir über die Ereignisse abgeben, erzeugen wir eine emotionale Unabhängigkeit oder Abhängigkeit in uns. Aus der Wirkung und dem Wert, den diese Urteile auf uns haben, können wir über unsere Interpretation und unsere Urteile der Situation sagen, sie sind die Ketten, die uns an diesen emotionalen Zustand binden. Daher können wir in den emotionalen Zustand eingreifen und die
Interpretation ändern, die diesen Zustand unterstützen.

Gefühle sind die Interpretation, die wir der Emotion geben.

„Man kann sich vorstellen, dass der Prozess der Erzeugung emotionaler Zustände durch die Verwaltung deiner internen Kommunikation, der Arbeit eines Filmregisseurs ähnelt. Um das gewünschte genaue Ergebnis zu erzielen, wählt der Regisseur aus, was du später sehen und hören wirst. Ein Regisseur kann eine Tragödie oder eine Komödie mit demselben Thema produzieren, je nachdem, was er -in und für- sein Publikum erzeugen möchte.“ Anthony Robbins.

Emotionen spielen eine entscheidende Rolle in unserem Leben, deshalb sind sie weder gut noch schlecht, sie garantieren unser Überleben. Daher ist das Wissen, wie man sie versteht und damit umgeht, der Schlüssel zur Aufrechterhaltung unseres emotionalen und körperlichen Wohlbefindens. Woher kommen diese Emotionen? Sind wir wirklich verantwortlich für das, was wir fühlen?

Viele unserer Emotionen sind Teil eines Evolutionsprozesses, aber auch Teil eines “Familienerbstücks”. Wir handeln basierend auf dem, was uns von Kindheit an übermittelt wurde. Mit anderen Worten, wir fühlen, was wir fühlen, weil wir es so gelernt haben.

Um das emotionale Wohlbefinden wiederzugewinnen, müssen wir in uns selbst ohne Urteile oder Anhänglichkeit mit offenem und mitfühlendem Verstand forschen, um endlich die Herren unseres Glaubens -und damit- unseres Lebens zu werden.

Damit wir anfangen können, die Funktionalität der Emotionen zu verstehen und was mit uns passiert wenn wir sie fühlen, ist, sich auf die Gegenwart zu fokussieren. In dem, was wir hier und jetzt leben.

Um mehr Präsenzzustände in unserem täglichen Leben zu erzeugen, können wir unseren physischen Körper benutzen. Eine weit verbreitete Technik ist das Einbeziehen von Atemübungen, aber wir können uns auch darauf konzentrieren, dem Bauch bewusst zu fühlen.

Neurologen haben herausgefunden, dass der Magen auch in der Lage ist, sich zu erinnern, nervös zu werden und sogar das Gehirn zu dominieren. In unserem Darm wurden ungefähr 100 Millionen Neuronen gefunden. Dies würde erklären, warum wir oft, wenn wir bestimmte wichtige Situationen leben, seltsame Empfindungen in unserem Magen spüren. Wie zum Beispiel die berühmten “Schmetterlinge”, wenn wir uns verlieben oder wenn wir
uns mit jemandem verbunden fühlen.

Heute ist bekannt, dass Serotonin der Hauptneurotransmitter ist, der die Emotionen reguliert, gefolgt von Dopamin, und dass 95 Prozent des im Körper zirkulierenden Serotonins und 50 Prozent des Dopamins aus dem Darm stammen. Daher ist es keineswegs unvernünftig zu glauben, dass dieses “Darmhirn” unsere Gedanken und Verhaltensweisen beeinflusst.

Wie wir sehen können, ist unsere Biologie dank des Nervensystems vollständig miteinander verbunden und reagiert auf unsere emotionalen Zustände.

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Die Traditionen zum Jahresende

Was verbirgt sich hinter Heiligabend und Neujahr?

Ursprünglich war Weihnachten immer ein Grund sich zu treffen, um diese unerklärliche Lebenskraft zu huldigen, die uns Nahrung und Gesundheit bietet. So entstanden die Traditionen wie Bäume mit Lichtern und Ornamenten zu schmücken, um die Natur zu ehren.

Der 25. Dezember als Geburt von Mithra (persischer Sonnengott), Krishna oder Jesus Christus, ist eine astrologische Referenz und keine historische. Dieser Tag repräsentiert die Geburt der neuen Sonne mit allem, was es impliziert:

Fruchtbarkeit, Wärme, Licht und Fülle.

Im Winter, zumindest auf der Nordhalbkugel, wo dieser Feiertag seinen Ursprung hat, schläft die Erde und bereitet sich darauf vor, neues Leben zu geben.

Die Tradition des Schenkens symbolisiert die Dankbarkeit an die Natur für all die Reichtümer, die sie uns im Laufe des Jahres gegeben hat. Es ist ein Moment der Lethargie und Besinnung. Aus diesem Grund jedes Jahresende werten wir aus und beobachten, was wir gemacht bzw. was wir nicht gemacht haben und natürlich was wir gerne gemacht hätten.

Und wir blicken nicht nur zurück, sondern ein weiterer Teil der Tradition besteht darin, unsere Neujahrsvorsätze zu schreiben. Wir nutzen diesen Moment, um uns mit unseren Bedürfnissen, Träumen und Wünschen zu verbinden. Wir treten in Kontakt mit all dem, was wir aus irgendeinem Grund verschieben und das ganze Jahr über nicht eingehalten haben.

Bevor wir anfangen zu beurteilen wie wir aktuell Weihnachten erleben und gestalten, lade ich dich ein, dich mit der archetypischen Bedeutung zu verbinden, die es Tausende von Jahren vor unserer Existenz bereits hatte. Lass uns den Sinn, von den Menschen, die wirklich von und für die Erde gelebt haben, wiedererlangen. Lass uns diesen Moment der Dankbarkeit gegenüber der Sonne und der Kraft spüren, die unsere Existenz erhält, was auch immer es sein mag.

Nutzen wir diese Feiertage, um unsere Erfahrungen zu sammeln. Sie enthalten einen Schatz, ein Geschenk, das wir in unser Leben integrieren können. In der Annahme dieser Erfahrungen, werden wir uns darauf vorbereiten, das kommende Jahr neue Früchte zu tragen.

Wir sind dabei, einen weiteren Zyklus zu schließen und damit eine neue Gelegenheit zu beginnen, die uns zeigt, dass der beste Weg das Leben zu ehren darin besteht, uns selbst zu respektieren.

Fröhliches Nachdenken!

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Unsere Entscheidungen, Blockaden und Ängste

Welcher Mechanismus steckt dahinter?

Einer meiner Hauptzielen in meiner Arbeit ist, dir zu vermitteln, wie wichtig es ist zu erkennen und gründlich zu analysieren, was in uns passiert. Das Warum von unseren Reaktionsweisen auf verschiedene Situationen, die für uns wichtig sind, zu verstehen.

Normalerweise gehen wir davon aus, dass bei Entscheidungen, wenn wir blockiert sind oder wir Angst haben, dies ausschließlich mit uns selbst als Individuum zu tun hat. Es fällt uns nicht ein zu denken, dass in diesen Momenten auf einer tieferen Ebene unser Unbewusstes, das auch mit einem System verbunden ist, wirkt.

Was macht das Unbewusste?

Das Unbewusste aktiviert in uns eine Reihe von Informationen, die aus unserem familiären Herkunftssystem und dem kollektiven Unbewussten stammen. Auf sehr subtile Weise werden wir von diesen Systemen beeinflusst. Für unser individuelles Bewusstsein ist dieser Mechanismus kaum wahrnehmbar. Auch die Art wie wir durch unsere Sinne, die von uns erlebten Erfahrungen erspüren, passieren unbewusst.

Wir vergessen völlig, dass alle unsere Entscheidungen bereits von einem Gedanken- und Glaubenssystem beeinflusst werden, das uns nicht gehört. Außerdem beeinflusst uns der Ort, an dem wir aufgewachsen sind, Kultur, Gesellschaft usw..

Was sind die Konsequenzen?

Hier möchte ich betonen, dass dies nicht bedeutet, ob es gut oder schlecht ist. Aber in bestimmten Momenten unseres Lebens, wenn wir andere Richtungen einschlagen möchten, wichtige Entscheidungen treffen wollen, oder uns blockiert fühlen, behindern möglicherweise diese Mechanismen, die unser Überleben in erster Linie sichern, unser Wachstum.

Andere Faktoren, die uns beeinflussen können ist die kollektive Moral: Was ist richtig und was ist falsch. Zum Beispiel gesellschaftliche akzeptierte und nicht akzeptierte Verhaltensweisen …

“Ein guter Sohn muss mit seinen Eltern in Kontakt bleiben”

Die Moral, das familiäre Ursprungssystem und das kollektive Unbewusste wirken auf unser individuelles Unbewusstes. Somit auf unser Verhalten, unsere Gedanken, Emotionen und Gefühle.

Die Lösung:

Wenn wir fähig sind diese – nennen wir sie – Kräfte, zu verstehen, wie sie funktionieren und in uns wirken, dann werden wir in der Lage sein, unser Unwohlsein, unsere Blockaden und unsere Unstimmigkeiten beim Entscheiden zu verstehen und aktiv zu bearbeiten. So werden wir auch unsere Perspektive ändern und ein „Zoom-Out“ erreichen:

“Es sind nicht länger ich und meine Entscheidung, ich und meine Blockade,
meine Angst oder mein Problem.”

sondern

“Ich bin ein System, das vor einer Entscheidung, vor einer Blockade,
einer Angst oder einem Problem steht.”

Mehr zum Thema findest du in meinem Instagram Account, schaue dir dort mein Video an: https://www.instagram.com/p/CFxj8N_KAKV/

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Wut, mehr als eine negative Emotion

Emotionale Gesundheit und ihre Bedeutung.

Wie reagierst du, wenn du Wut verspürst?

Alle Emotionen sind notwendig und sie alle erfüllen eine biologische und adaptive Funktion. Eine übermäßige soziale Anpassung begrenzt und konditioniert uns. Dadurch sind wir nicht in der Lage uns mit unseren Emotionen bewusst zu verbinden.

Wie schon dieses Bild verrät, ist das Gefühl der Wut in der Tierwelt eines, das es ermöglicht, zu jagen, sich im Rudel durchzusetzen und Gefahren zu begegnen.

Aus der Sicht der menschlichen Moral wird diese Emotion meistens negativ betrachtet und darum wird sie von vielen Personen unterdrückt, sogar bis zu dem Punkt, an dem sie glauben, sie würden sie gar nicht besitzen.

In der heutigen Gesellschaft gibt es eine exzessive Anstrengung, einer bestimmten Gruppe oder einem System anzugehören. Das unverhältnismäßige Bedürfnis, “ein Teil zu sein”, führt jedoch manchmal dazu, dass wir aufgeben, wer wir wirklich sind. Wir geben von uns Teile auf, um uns an das anzupassen, was andere von uns erwarten. Wir verurteilen uns selbst dafür, was wir fühlen.

Diese Unterdrückung unserer Emotionen, kann dazu führen, dass wir mit der Zeit psychische Erkrankungen wie zum Beispiel Depressionen, Panik Attacken oder übermäßige Ängste entwickeln. Auch neue Studien in der Forschung zeigen, dass wenn wir mit unseren emotionalen Zuständen nicht richtig umgehen, unser Immunsystem und unsere Gesundheit beeinträchtig werden kann.

Das Geheimnis ist, sich so zu zeigen, wie man ist. Uns zu erlauben, unsere Gedanken und Emotionen auszudrücken. Nur so kann man anfangen, mit sich selbst zusammen zu sein.

Sich selbst dafür zu verurteilen, dass man Wut empfindet, ist völlig absurd. Daher ist es wichtig zu verstehen, dass Wut uns biologisch hilft, unser Territorium zu verteidigen und Maßnahmen zu ergreifen. In erster Linie geht es darum, der Emotion der Wut seinen Platz einzuräumen und von dort aus zu analysieren: wann erfahren wir Wut?

In vielen Fällen lautet die Antwort: Wenn andere nicht das tun, was wir von ihnen erwarten. Ab diesem Punkt kannst du weiter reflektieren:

  • Was erwartest du vom anderen und wofür?
  • Welche persönlichen Bedürfnisse kannst du in deinen Erwartungen sehen?

Wenn wir über unsere Wut nachdenken können, können wir lernen, sie zu nutzen und sie als treibende Kraft zu kanalisieren, um etwas auszuführen oder unsere Projekte voranzutreiben.

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Was ist der Ursprung unseres Leidens?

Woran leiden wir eigentlich tatsächlich?

Wenn wir eine Situation als unpassend oder unrichtig in unserem Leben interpretieren, dann reagieren wir mit dem Wunsch, dass diese anders sein sollte. Dies verursacht in uns Spannung, Unzufriedenheit und Leid. Leiden besteht im Festhalten an dem Wunsch oder der Erwartung, etwas sollte anders sein als es gerade ist.

„Leiden entsteht allein aus Festhalten oder Gegenwehr; es ist ein Zeichen unserer Unwilligkeit weiterzugehen, mit dem Leben zu fließen“ – Nisargadatta Maharaj

Was hat das Fließen mit dem Leid zu tun?

So hart es sich auch anhört, wir sind verantwortlich für unsere Befindlichkeit und hier gehört auch Leid dazu. Es ist immer unsere Entscheidung, wie wir uns fühlen möchten und aus welcher Perspektive wir eine Situation betrachten bzw. erleben möchten.

Die Philosophie des „Fließens“ wurde von dem Buddhismus und Taoismus im Orient entwickelt. Sie haben die Disziplin der Bewältigung vom Dualismus zwischen Körper und Verstand als zentrales Merkmal der spirituellen Entwicklung perfektioniert: Akzeptanz von allem was geschieht, sich von seiner emotionalen Anhänglichkeit lösen. LaoTse als Pionier und danach weitere spirituelle Meister wie Nisargadatta Maharaj oder Jiddu Krishnamurti in unserer heutigen Zeit, haben dieses Prinzip verbreitet und gelehrt.

In der westlichen Psychologie wurde das Flow-Konzept bearbeitet und bezeichnet einen erlebten mentalen funktionstüchtigen Zustand bei dem eine Person in völliger Vertiefung (Konzentration) die Aktivität durchführt. Dies ist auf Deutsch auch als Schaffens- bzw. Tätigkeitsrausch bekannt.

„Flow“ auf Deutsch Fließen kommt von dem englischen und ist meiner Meinung nach, einer der wichtigsten Schlüssel, um ein erfülltes glückliches Leben zu führen.

Durch das Lernen des „Loslassens“ erlauben wir uns mit einer neuen gesunden Form des Anbindens an Situationen, Personen, Gedanken, usw. in Beziehung zu treten.

Mit dem Loslassen gehen wir in einen „Flow“ hinein, unserer Gewahrsein-Zustand steigert sich und unser Leben wendet sich der Fülle, der Freiheit und dem Genuss zu.

Seitdem ich das Konzept des „Fließens“ durch die Interpretation des Taoismus als auch unsere westlichen Interpretationen und Erklärungen kennengelernt habe, versuche ich dieses in meinem Leben zu verinnerlichen und stückweise bei verschiedenen Situationen umzusetzen, um mein Selbstvertrauen stetig aufzubauen.

Mit dem Leben zu fließen bedeutet für mich flexibler zu werden, Akzeptanz zu haben für das, was kommt und loszulassen, was fortgeht.

Meine emotionale Anhänglichkeit, die dank verschiedenen Situationen bewusst wird, habe ich gelernt anzunehmen und zu lösen – mit dem Ziel die unbewussten Anteile in mir zu integrieren und die emotionale Freiheit zu steigern. Mit anderen Worten formuliert: Aufhören zu leiden!

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Fünf Schlüssel um dein Selbstwertgefühl zu fördern

Wir neigen dazu, den Maßstab unseres Wertes außerhalb von uns zu setzen, wir sind das wert, “was uns andere sagen, dass wir es wert sind”. Es ist jedoch notwendig, dieses Vertrauen und diesen Wert wiederzugewinnen, um die Fähigkeit entwickeln zu können, uns innerlich selbst wert zu schätzen.

5 Schlüssel um dein Selbstwertgefühl zu fördern

Unsere Art, die Welt wahrzunehmen, ist eng mit unserer Art, sich selbst wahrzunehmen, verbunden. Daher wird unsere Fähigkeit, uns selbst zu lieben, das sein, was am Ende entscheidet, entweder ein erfülltes und befriedigendes Leben oder ein unzufriedenes Leben voller Entbehrungen zu haben.

  • Aufhören Erwartungen zu haben: Wenn wir deprimiert sind oder schlechte bzw. schwierige Momente erleben, hoffen wir, dass jemand (manchmal jemand bestimmtes) kommt, um uns mit einem Wort, einer Geste oder einem Anruf rettet. Unser Fokus ist nicht mehr in der Lösung zu unserem Unwohlsein. Tag für Tag warten wir auf vermeintliche Signale von anderen. Die Herausforderung besteht darin, morgens aufzustehen und zu wissen, dass wir den Tag vor uns alleine bewältigen werden. Ohne zu erwarten, dass irgendetwas oder jemand unsere Probleme löst. Mit der Gewissheit, dass wir viel größer und mächtiger sind als unsere Probleme.
  • Die Gegenwart leben: Ohne ständig mit der Vergangenheit in Verbindung zu bringen. Was davor passiert ist, hat uns hierhergebracht. So wie wir jetzt sind. Und wenn wir es für unvermeidlich halten, die Gegenwart mit der Vergangenheit zu vergleichen und sie sogar in die Zukunft zu projizieren, dann lass es mit Dankbarkeit zu allen Erfahrungen sein. Mit der Überzeugung, dass alle Situationen, die wir erlebt haben, Teil unseres besonderen Weges sind.
  • Mitfühlend mit uns sein: lernen uns selbst zu vergeben, wenn wir in unsere Trägheit zurückfallen, andere zu fordern, uns in dem zu erkennen, in dem wir uns selbst nicht wertschätzen. Mitgefühl und Vergebung bringt uns von der Schuld weg. Für alles, was wir getan oder nicht getan haben. Es ermöglicht uns wieder von vorne anzufangen. Indem wir uns selbst vergeben, befreien wir uns von unserem eigenen Ankläger. Wir befreien die Menschen um uns herum von unserer Nachfrage nach Aufmerksamkeit. Emotionale Reife zu erreichen bedeutet, aufzuhören, uns selbst kontinuierlich zu beurteilen.
  • Uns die Erlaubnis zu geben: Das zu sein, was wir sein wollen, was bisher wir uns nicht erlaubt haben. Unser inneres Kind zurückgewinnen, das zu damaliger Zeit aufgrund von den gegebenen Umständen keine eigenen Fähigkeiten entwickeln oder seine eigenen Träumen nachgehen konnte. Das notwendige Szenario beschaffen, um mit unserem Talent und unserer Gabe in Verbindung zu treten, mit der Gewissheit, dass jeder von uns etwas Besonderes ist. Unsere Mission in diesem Leben ist, genau das zu entwickeln.
  • Teilen was wir haben: Was auch immer unsere Fähigkeiten, unsere Talente oder unsere Gaben sind, es ist grundlegend, es nicht für uns zu behalten. Mutig und großzügig sein, unser volles Potenzial jederzeit mit den Menschen, mit denen wir zusammen sind, zu teilen. Nur dann lassen wir ohne Anstrengung diese wachsen und sich entwickeln. Nur dann werden wir aufhören, Aufmerksamkeit von anderen zu fordern und ihnen bedingungslos anbieten, was wir in uns haben.

Wenn wir mit unserem wahren Potenzial in Kontakt kommen, gibt es keinen Zweifel an unserem eigenen Selbstwertgefühl, im Gegenteil, wenn wir beginnen, in Kohärenz zu leben, dann fühlen wir einen Zustand des inneren Friedens und Wohlbefinden.

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Fasching – Die Person hinter der Maske

“Welche Maske tragen wir, wenn wir alleine sind, wenn uns jemand um einen Gefallen bittet, wenn wir angegriffen werden oder wenn wir glauben, niemand beobachtet uns, kontrolliert uns, hört uns zu oder fordert uns?” Bist du die gleiche Person vor deiner Clique wie vor deinen Eltern? Und wenn du jemanden kennenlernst: verhältst du dich genauso, als wenn du sie oder ihn schon seit Jahren kennst? Bist du die gleiche Person in der Arbeit wie auch privat?

Paula Marin Fasching Die Person hinter der Maske

Wir alle verwenden verschiedene Masken, um uns optimal an die verschiedenen Situationen anzupassen. Es ist nicht so, dass wir eine diese Masken “sind”, sondern wir verwenden sie als ein Teil von uns. Sie besitzen eine notwendige und funktionale Rolle. Es ist logisch, dass wir verschiedene Facetten unseres Wesens zeigen. Zum Beispiel in einem Vorstellungsgespräch verhalten wir uns anders wie in einem Gespräch mit einem engen Freund.

Ein formelles Gespräch mit einem Freund oder ein witziges Verhalten bei einem Vorstellungsgespräch würde natürlich keinen Sinn machen. In beiden Fällen handelt es sich um unterschiedliche Masken, sie sind ebenso anpassungsfähig und notwendig. Es gibt jedoch Situationen, in denen sie unsere wahre facettenreiche Identität übernimmt, anstatt ein Werkzeug zu bleiben. Wir verbinden so viel mit dieser Maske, dass wir die Tatsache aus den Augen verlieren, dass es nur eine weitere Dimension unseres Wesens ist.

Dass dies geschieht, ist es jedoch kein Zufall, wenn wir uns an einer Maske stark festklammern. Was sich hier in Wirklichkeit wiederspiegelt, ist ein Teil von uns, der Angst davor hat, sich zu zeigen. Diese Angst lässt uns glauben, dass sich “nackt” zu zeigen ungeeignet ist. Sie lässt uns denken, dass wir mit unseren Fehlern nicht so akzeptiert werden können oder sogar, dass wir uns in Gefahr bringen.

Es kann auch vorkommen, dass diese Maske in der Vergangenheit sehr behilflich war und wir nicht erkennen, dass sie nicht mehr nützlich ist… Eine Maske ist nicht nur ungeeignet, wenn sie Unbehagen verursacht, sondern auch wenn wir sie zur Verteidigung anziehen, anstatt aus der Freiheit zu handeln. Wie jemand der seine Facetten und Ressourcen kennt und entsprechend dem Moment optimal agiert.

Beispielsweise jemand der ständig gezwungen ist, alle anzulächeln, wird unter dieser Maske eine große Verbitterung verbergen, die von der Person so sehr gefürchtet wird, um gezeigt zu werden. Diese Verbitterung wird gefürchtet aufgrund der Intensität des Leidens. Durch die Annahme, dass man kein Recht darauf hat, angenommen und geliebt zu werden, wenn man diese Facette zeigt. Neben einigen persönlichen Werten, die fest und unbeweglich sein können, ist es wichtig, dass die Werte anpassungsfähig und flexibel sind, um eine Persönlichkeitsstruktur im Gleichgewicht zu halten.

In der gesamten Zivilisationsgeschichte wurden Masken zu unterschiedlichen Zwecken verwendet, sowohl im Theater als auch in Kriegen oder Ritualen. Wenn wir die Ursprünge des Karnevals beobachten, sehen wir, dass Karneval unter anderem nicht nur der Befreiung der vorherrschenden sozialen Hierarchie diente, sondern auch der Befreiung der “Verkleidung”, die jeder Mensch in seinem Alltag tragen musste.

Nietzsche erklärte, dass die Maske oder die Person sich in Bezug auf ein Ziel oder ein soziales Bedürfnis entwickelt hat. Wodurch das “falsche Ich” entsteht. Von unserer Geburt an haben wir durch den Einfluss unserer Familie und des Bildungssystems eine Reihe von Erkenntnissen und Tendenzen bekommen, die uns helfen, mit unserem sozialen Umfeld in Beziehung zu treten. Oft hilft die Maske dem Kind, den Schmerz des Verlustes seiner eigenen persönlichen Essenz zu minimieren, im Austausch gegen die Anpassung an die Familie und Gesellschaft.

In Anbetracht dessen können wir jetzt eine persönliche Reflexion durchführen. Was wollen wir mit der Persönlichkeit erreichen, die wir normalerweise zeigen? Tauchen wir in ein bestimmtes Umfeld wie Familie, Arbeit oder soziales Umfeld ein. Überlege, was du mit diesen Kostümen erreichen möchtest? Welche Vorteile hast du, dich so zu zeigen, anstatt wie du wirklich bist? Und was ist der Vorteil, wenn diese verborgene Facette, die sich hinter der dominanten Rolle verbirgt, nicht gezeigt wird?

Der Respekt, den wir aus dem Umfeld erhalten, wiederspiegelt, den Respekt den wir für uns selbst haben. Wähle aus, wer du in jedem Moment sein möchtest, ohne Angst etwas zu verlieren, aber mit Liebe für das, was du geben kannst. Deine wahre Essenz ist das Beste, was du zu der Gesellschaft beitragen kannst. Erlaube dir zu strahlen, jede Maske ist umständlich, erlaube dir, dein wahres Wesen zu genießen.